Hat katholische Religion Zukunft?
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Re: Hat katholische Religion Zukunft?
Nee, is klar!
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Re: Hat katholische Religion Zukunft?
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Re: Hat katholische Religion Zukunft?
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Was die Bibel über Deitschland in der letzten Zeit sagt
In meinen Augen ist dieser youtuber ein Schwarzmaler...!
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Re: Hat katholische Religion Zukunft?
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Re: Hat katholische Religion Zukunft?
Wenn die Regenbogenflagge in der Kirche keinen Platz haben soll – wo haben dann queere Menschen ihren Platz?
Kardinal Gerhard Ludwig Müller erklärt, für Regenbogenflaggen sei in der Kirche kein Platz. Den deutschen Synodalen Weg kritisiert er als Ausdruck moderner Ideologien.
Ich frage mich allerdings: Wo bleibt bei dieser Haltung eigentlich das Mitgefühl für die Menschen, um die es geht?
Eine Regenbogenflagge ist für viele queere Menschen kein ideologisches Programm. Sie ist ein Zeichen der Hoffnung, der Solidarität und der Zugehörigkeit. Sie steht für Menschen, die jahrelang ihre Identität verstecken mussten, die unter Ablehnung, Mobbing, familiärer Ausgrenzung und religiöser Verurteilung gelitten haben. Manche haben wegen dieser Erfahrungen schwere psychische Krisen durchlebt.
Und ausgerechnet in der Kirche, die von Nächstenliebe, Barmherzigkeit und der bedingungslosen Würde jedes Menschen sprechen sollte, soll für dieses Zeichen kein Platz sein?
Natürlich darf ein Kardinal an seiner theologischen Überzeugung festhalten. Aber die Frage ist doch: Ist eine kirchliche Lehre wichtiger als das konkrete Leid von Menschen? Darf man Menschen mit theologischen Grundsätzen immer wieder das Gefühl vermitteln, sie seien in ihrer Liebe und ihrer Identität weniger wert?
Jesus hat sich gerade den Menschen zugewandt, die von der religiösen Gesellschaft ausgegrenzt wurden. Er hat nicht zuerst ihre Lebensgeschichte auf ihre Übereinstimmung mit den damaligen gesellschaftlichen und religiösen Normen überprüft. Er hat Menschen gesehen, ihnen Würde gegeben und sich ihrer Not angenommen.
Hier zeigt sich ein bemerkenswerter Unterschied zur Evangelischen Kirche in Deutschland.
Die EKD hat 2025 ausdrücklich beschlossen, jede Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität abzulehnen. Gleichgeschlechtliche Paare können sich in fast allen evangelischen Landeskirchen kirchlich trauen lassen. Die evangelische Kirche hat damit einen Weg eingeschlagen, der stärker auf Anerkennung, Gleichberechtigung und die konkrete Lebenswirklichkeit queerer Menschen ausgerichtet ist.
Natürlich gibt es auch innerhalb der evangelischen Kirche konservative Gegenpositionen. Aber die grundsätzliche Richtung der EKD ist eindeutig: Queere Menschen gehören dazu. Sie müssen ihre Existenzberechtigung nicht erst durch Anpassung an eine traditionelle Sexualmoral verdienen.
Ich finde, gerade hier müsste sich die katholische Kirche eine ernsthafte Frage stellen: Was ist wichtiger – die Verteidigung überlieferter Lehrformulierungen oder die seelsorgerliche Verantwortung für Menschen, die unter Ausgrenzung und Ablehnung leiden?
Eine Kirche, die Menschen von Gottes Liebe erzählen möchte, darf nicht gleichzeitig den Eindruck erwecken, dass manche Menschen mit ihrer Liebe und ihrer Identität in ihr unerwünscht sind.
Nicht die Regenbogenflagge ist das Problem. Das Problem ist, wenn Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung das Gefühl bekommen, in Gottes Kirche keinen gleichberechtigten Platz zu haben.
Vielleicht sollte Kardinal Müller weniger darüber sprechen, welche Flaggen in der Kirche hängen dürfen, und mehr darüber, wie die Kirche den Menschen begegnet, die hinter diesen Flaggen stehen.
Fb kommentar
So nicht! Nicht mit uns!

Kardinal Gerhard Ludwig Müller erklärt, für Regenbogenflaggen sei in der Kirche kein Platz. Den deutschen Synodalen Weg kritisiert er als Ausdruck moderner Ideologien.
Ich frage mich allerdings: Wo bleibt bei dieser Haltung eigentlich das Mitgefühl für die Menschen, um die es geht?
Eine Regenbogenflagge ist für viele queere Menschen kein ideologisches Programm. Sie ist ein Zeichen der Hoffnung, der Solidarität und der Zugehörigkeit. Sie steht für Menschen, die jahrelang ihre Identität verstecken mussten, die unter Ablehnung, Mobbing, familiärer Ausgrenzung und religiöser Verurteilung gelitten haben. Manche haben wegen dieser Erfahrungen schwere psychische Krisen durchlebt.
Und ausgerechnet in der Kirche, die von Nächstenliebe, Barmherzigkeit und der bedingungslosen Würde jedes Menschen sprechen sollte, soll für dieses Zeichen kein Platz sein?
Natürlich darf ein Kardinal an seiner theologischen Überzeugung festhalten. Aber die Frage ist doch: Ist eine kirchliche Lehre wichtiger als das konkrete Leid von Menschen? Darf man Menschen mit theologischen Grundsätzen immer wieder das Gefühl vermitteln, sie seien in ihrer Liebe und ihrer Identität weniger wert?
Jesus hat sich gerade den Menschen zugewandt, die von der religiösen Gesellschaft ausgegrenzt wurden. Er hat nicht zuerst ihre Lebensgeschichte auf ihre Übereinstimmung mit den damaligen gesellschaftlichen und religiösen Normen überprüft. Er hat Menschen gesehen, ihnen Würde gegeben und sich ihrer Not angenommen.
Hier zeigt sich ein bemerkenswerter Unterschied zur Evangelischen Kirche in Deutschland.
Die EKD hat 2025 ausdrücklich beschlossen, jede Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität abzulehnen. Gleichgeschlechtliche Paare können sich in fast allen evangelischen Landeskirchen kirchlich trauen lassen. Die evangelische Kirche hat damit einen Weg eingeschlagen, der stärker auf Anerkennung, Gleichberechtigung und die konkrete Lebenswirklichkeit queerer Menschen ausgerichtet ist.
Natürlich gibt es auch innerhalb der evangelischen Kirche konservative Gegenpositionen. Aber die grundsätzliche Richtung der EKD ist eindeutig: Queere Menschen gehören dazu. Sie müssen ihre Existenzberechtigung nicht erst durch Anpassung an eine traditionelle Sexualmoral verdienen.
Ich finde, gerade hier müsste sich die katholische Kirche eine ernsthafte Frage stellen: Was ist wichtiger – die Verteidigung überlieferter Lehrformulierungen oder die seelsorgerliche Verantwortung für Menschen, die unter Ausgrenzung und Ablehnung leiden?
Eine Kirche, die Menschen von Gottes Liebe erzählen möchte, darf nicht gleichzeitig den Eindruck erwecken, dass manche Menschen mit ihrer Liebe und ihrer Identität in ihr unerwünscht sind.
Nicht die Regenbogenflagge ist das Problem. Das Problem ist, wenn Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung das Gefühl bekommen, in Gottes Kirche keinen gleichberechtigten Platz zu haben.
Vielleicht sollte Kardinal Müller weniger darüber sprechen, welche Flaggen in der Kirche hängen dürfen, und mehr darüber, wie die Kirche den Menschen begegnet, die hinter diesen Flaggen stehen.
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