Rückblick Lesben 2018

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Rückblick Lesben 2018

Beitrag von Jeannette-Anna Hollmann » Di 8. Jan 2019, 07:35

https://www.l-mag.de/news-1010/15-lesbi ... -2018.html


15 lesbische Momente 2018
Wir blicken auf Ereignisse des Jahres 2018 zurück, die der Hetero-Welt (und auch uns selbst!) zeigten, dass es überall lesbische, bisexuelle und queere Frauen gibt - und wie viele wir sind!

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Re: Rückblick Lesben 2018

Beitrag von Jeannette-Anna Hollmann » Do 14. Feb 2019, 16:50

Btw:

Aufklärung.

Ich selbst war mit 14 heteroliiert, weil so erzogen,auch neugierig und habe mich mit 15 entschieden, es zu tun. Die heutige Jugend ist bereits früher aufgeklärt als es den meisten lieb ist, dennoch ist es in gewisserweise auch ein Fortschritt, weil es dazugehört, wenn man/frau jemanden liebt, es auch ganzheitlich zu dürfen... Da es immer noch wahrscheinlich bewusst keine Pille für den Mann gibt in dem Alter, ist es traurig genug, wenn Verhütung immer noch Frauensache ist...! Denn eine Frau muss bereits diesbezüglich von Anfang an daher mehr Verantwortung auch beim ersten Mal haben... Mit einer Lesbe ist dies kein Problem. Mit einem Mann schon. Zu meiner Zeit durfte frau frau noch nicht heiraten. Wäre das möglich gewesen, ich hätte es mit 15 getan. Und auch Sex lieber das erste Mal mit einer frau gehabt. Dies wusste ich dann endgültig mit 19. Die heutige Generation hat alle Freiheiten diesbezüglich. Die sollte sie mit 15 leben können.

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Re: Rückblick Lesben 2018

Beitrag von Jeannette-Anna Hollmann » Fr 15. Feb 2019, 05:32

Dadurch, dass ich in einer Stadt mit dörflichem, kleinbürgerlichem Charakter in den 70ern gross geworden bin, habe ich mein Lesbisch-Sein nicht bereits mit 15 ausleben können, sondern musste mich zunächst einmal von meiner konservativen Erziehung distanzieren. Dies dauerte bis 24. Wäre ich weltoffen erzogen worden, wäre es mir weitaus besser gegangen. Ich wurde jedoch streng konservativ-christlich erzogen. Es wurden mir viele Steine in den Weg gelebt, bis ich zu meiner eigentlich-ursprünglichen Sexualtität, so, wie ich sie leben wollte, kam.

Ich lebe mein Lesbisch-Sein nun seit 1986. 33 Jahre also. Das erforderte immer wieder eine Befreiung von der Gesellschaft, in der ich lebte. In Köln weniger als in Rheydt.

Da ich wegen der Krebs-Erkrankung meiner Mutter nach Rheydt zurückzog, musste ich mir auch hier wieder selbst meine sexuellen Freiheiten schaffen und war Mitbegründerin des CSD Mönchengladbach 2015.

Und es ist immer noch schwer, gesellschaftlich hier anerkannt zu werden. Permanent werde ich mit Sexisten konfrontiert, die es einfach nicht wahr haben wollen, dass ich auf Frauen steh und sich darüber lustig machen. Ich werde hier gesellschaftlich oftmals gemobbt, weil ich mich für Frauenrechte einsetze.

Aber ich setze mich darüber hinweg, da ich mir zwangsläufig diesbezüglich ein dickes Fell angelegt habe und wer sich hier ernsthaft mit mir auseinandersetzen will als Mann, muss sich warm anziehen!
Ob ich es mir damit leichter mache, als nach Köln zurückzuziehen oder nach L. A. ist eine Frage, die mich noch Jahre beschäftigen wird und die ich mir auch offen lasse.

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